4. INFO FÜR BEWERBER
Mappentermine erst wieder ab April 2010 möglich
Termine ganzjährig über: künstlerische Mitarbeiterin Susanne Wagner susannew77@hotmail.com
Wo?
Akademiestraße 2, Haupteingang geradeaus, dann mit dem Fahrstuhl zum Geschoß „U” oder die Treppe hinunter, weiter durch zur Gebäuderückseite durch die zweiflügelige Holztür und nach links durchlaufen zum Raum A.U1_26. Telefon: +49 (0)89 3852 127. Navigational sattelite global positioning system: 48°09′12.65 N / 11°34′48.92 E
Verkehrsanbindung:
U3 und U6, U-Bahnhof Universität Ausgang im nördlichen Sperrengeschoß nach links/ Westen. (Der Bahnhof wurde 1971 vom Akademieprofessor der Innenarchitektur Paulo Nestler gestaltet. Im nördlichen Sperrengeschoß befindet sich nach rechts/ Osten die Akademiegalerie.)
Für Studienbewerber:
Ihren Mappentermin können Sie vorbereiten, indem Sie den Artikel „Mappe” im ABC der Klasse Pitz lesen. Siehe diese Website (Das ABC gibt Auskunft über die Lehre in der Klasse Pitz).
Mappentermine sind in der Klasse Pitz ganzjährig möglich. Nehmen Sie den Termin so früh wie möglich wahr, damit Sie die Zeit haben, die Mappe vor dem Abgabetermin noch zu überarbeiten.
Ihre Mappe sollte auch frühe, Ihnen heute vielleicht weniger wichtige, bildnerische Versuche enthalten, um die Herkunft Ihrer derzeitigen Arbeit zu dokumentieren – sie sollte also einen längeren Zeitraum darstellen. Die Mappe sollte auch Skulptur und Plastik enthalten, wenn Sie darin schon Erfahrung haben. Das kann in Zeichnungen oder Fotos dokumentiert sein. Videos, wenn vorhanden, bitte zum Mappentermin mitbringen. Nur Fotografie als einziges Medium ist in der Mappe nicht genug.
Für Studenten/ Austauschstudenten: Wechsel der Akademie/ der Klasse:
Ihren Mappentermin können Sie vorbereiten, indem Sie den Artikel „Wechsel der Klasse” im ABC der Klasse Pitz lesen. Siehe diese Website (Das ABC gibt Auskunft über die Lehre in der Klasse Pitz).
Ein sinnvoller Zeitpunkt liegt im zweiten Studienjahr, damit der Student noch von der Zeit in der neuen Umgebung profitiert und seine mindestens sechs Semester (als Voraussetzung für die Nominierung zum Diplom) in der neuen Fachklasse noch erreicht. Im dritten Studienjahr und später ist der Wechsel aber auch noch möglich.
Klassen
Das Studium der Freien Kunst ist in folgenden Klassen möglich (Information über die Professoren: in der Bibliothek der Akademie, Akademiestr. 2 Raum A.O2_35 bis 37)
Bildhauerei
Prof. Nikolaus Gerhart | Bildhauerei
Prof. Stephan Huber | Bildhauerei
Prof. Magdalena Jetelová | Bildhauerei
Prof. Olaf Metzel | Bildhauerei
Prof. Hermann Pitz | Bildhauerei
Keramik und Glas
Prof. Norbert Prangenberg | Klassen für Keramik und Glas
Neue Medien
Prof. Klaus vom Bruch | Medienkunst
Fotografie
Prof. Dieter Rehm | Fotografie
Malerei und Grafik
Prof. Jean-Marc Bustamante | Malerei und Grafik
Prof. Anke Doberauer | Malerei und Grafik
Prof. Günther Förg | Malerei
Prof. Axel Kasseböhmer | Malerei und Grafik
Prof. Karin Kneffel | Malerei und Grafik
Prof. Peter Kogler | Grafik
Prof. Gerhard Merz | Malerei und Grafik
Prof. Markus Oehlen | Malerei und Grafik
Prof. Jerry Zeniuk | Malerei und Grafik
Bühnenbild
Nachfolge Prof. Ezio Toffolutti | Bühnenbild und Kostüm
Schmuck und Gerät
Prof. Otto Künzli | Goldschmiedekunst
Klasse Pitz:
Diplomstudiengang der Bildhauerei, minimal sechs und maximal zehn Semester.
Studenten mit künstlerischer Vorbildung (Bakkalaureusgrad o. ä.) können von der praktischen Aufnahmeprüfung befreit werden und/ oder bei Studienbeginn in ein höheres Semester eingestuft werden.
Eine Grundlehre für Novizen, die ja direkt in die Klasse eintreten, gibt es nicht. Statt dessen erfinden sie sich im Gespräch mit dem Professor, künstlerischem Mitarbeiter (und, wo passend, mit den anderen an der Akademie Handelnden) ihr Curriculum, und damit finden sie auch die Mittel für den eigenen künstlerischen Weg. Nur auf ausdrücklichen Wunsch von Novizen wird in der Klasse Pitz eine individuelle Grundlehre aufgeboten.
Ein Aufbaustudium für Bildhauerei wird an der Münchner Akademie nicht angeboten.
Arbeitsform der Klasse Pitz:
Im Semester gibt es regelmäßige Tagsitzungen der Klasse Pitz nach Ankündigung, in der Regel montags. Zusätzlich thematische Seminare und Referate zur Entstehung von Kunstwerken an ausgewählten Beispielen. Einzelne, ausgewählte Werke der Kunst oder Texte der Kunsttheorie werden erörtert. Es gibt kunstpraktische Übungen zur Ausstellung und kunsttheoretische Übungen zur Skulptur im Kontext ihrer Erscheinung – dies auch in Exkursionen.
Sprechstunden dienstags in der Vorlesungszeit nach Ankündigung. In der vorlesungsfreien Zeit gibt es ebenfalls Termine.
Arbeitsplätze werden rotierend vergeben in der Akademiestr. 2, Klasse Pitz A.Eg_06, A.Eg_13 und A.Eg_20. Es gelten besondere Nutzungsbestimmungen.
Lehrstoff der Klasse Pitz:
Erstellung individueller Studienpläne und Besprechungen von künstlerischen Arbeiten der Studenten in den Tagsitzungen. Es gibt auch Ausstellungsbesuche und Exkursionen zur Studie von Kunstwerken anderer. Außerdem Untersuchungen (mit minimalen theoretischen Anforderungen) zum zeitgenössischen Kunstbegriff und zum Selbstverständnis des Freien Künstlers als Beruf.
Anforderungen der Klasse Pitz:
Das Studium der Freien Kunst kann an dieser Akademie bei aller intendierten Freiheit allein innerhalb einer Klasse absolviert werden (Übersicht der Klassen: siehe unten).
Das Bildhauereistudium in der Klasse Pitz setzt Eigenverantwortung in außergewöhnlichem Maße voraus, da der Student sein Curriculum zwar in Rücksprache mit Professor und mit Assistent gestaltet, aber ohne allgemein vorgegebenen Lehrplan – und dies, ohne sich auf die Eigenarten eines gesicherten Metiers berufen zu können.
Das gelingt in der Regel nicht, indem man wenige Male pro Semester in der Klasse vorbeischaut, sondern indem man regelmäßig alle Studien (auch als ungesicherte Zwischenschritte) dem Professor und/ oder dem künstlerischen Mitarbeiter und der Klasse vorlegt.
Studenten, die nur gelegentlich Arbeitsproben liefern und glauben, weitere Leistungen umgehen zu können, entwickeln sich künstlerisch langsam oder gar nicht weiter und können nicht zum Diplom vorgeschlagen werden.
Nach einer neuen neurologischen Studie benötigen Spitzensportler oder Starmusiker bis zu 10.000 Übungsstunden, um Weltklasseformat zu erreichen. Das sind mindestens 1.250 Arbeitstage. Nichts deutet darauf hin, daß das für Bildhauer nicht gälte. Auf das Kunststudium bezogen hieße das: Voraussetzung ist, daß man sich über 5 Jahre hin konstant mindestens 250 Tage im Jahr intensiv mit seinen Studien befaßt. Das heißt: wenn man sein Studium durch zeitaufwendige Jobs finanziert, wird man innerhalb der Regelstudienzeit nicht auf die Anzahl von für den Erfolg notwendigen Übungsstunden kommen- und die Übungsstunden sind an sich noch nicht einmal hinreichend für den Erfolg. Unser Gehirn braucht eben lange, um all das zu assimilieren, was nötig ist, um eine Tätigkeit wirklich zu beherrschen. Diese Art von Beharrlichkeit läßt sich nicht allein durch Intelligenz und Spontaneität ersetzen.
Für Auswärtige ist es nötig, für die Dauer der Studienzeit nach München zu ziehen.
Studenten müssen ihre Studien oder Werke außerhalb der Akademie lagern können, da die Klasse nicht über Lagerfläche verfügt.
Das Studium ist zeitaufwendig: Studien müssen kontinuierlich betrieben werden, und sie müssen in der Klasse diskutiert werden. Man muß in Tagsitzungen der Klasse Pitz anwesend sein und zu den Aktivitäten der Klasse beitragen, um den eigenen individuellen Diskurs zu entwickeln.
In der Klasse Pitz eingeschriebene Studenten müssen über E-Mail erreichbar sein, um die in der nächsten Tagssitzung zu verhandelnden Gegenstände zu kennen.
Lehrinhalt der Klasse Pitz :
Studenten müssen im Laufe des Studiums (und am besten schon zum Studienbeginn) das ABC der Klasse Pitz lesen, um die Lehrinhalte früherer Tagsitzungen kenne zu lernen. Sie müssen in der Lage sein, Fragen zu formulieren über das, was sie im ABC nicht verstehen.
Doppelstudium
Man kann sich im Studiengang Lehramt bewerben und/ oder für das Studium im Studiengang der Freien Kunst bewerben. Bitte teilen Sie beim Mappentermin mit, ob Sie das Staatsexamen (für den Lehrerberuf) anstreben.
Allgemeine Aufnahmebedingung der Akademie der Bildenden Künste zu München: siehe http://www.adbk.de, hier ein Auszug (Stand 2007/ 2008) für das Studium der Freien Kunst
a. Mindestalter: Vollendung des 18. Lebensjahres – Höchstalter : Vollendung des 30. Lebensjahres. Bei außergewöhnlicher künstlerischer Begabung, die in der Eignungsprüfung nachgewiesen werden muß, können Ausnahmen zugelassen werden. Studienbeitrag zur Zeit: € 300,- je Semester plus Verwaltungsgebühren.
b. Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (nicht Fachhochschulreife) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Bei außergewöhnlicher künstlerischer Begabung, die in der Eignungsprüfung nachgewiesen werden muß, können Ausnahmen hiervon zugelassen werden, sofern wenigstens die Erfüllung der Schulpflicht nachgewiesen ist.
c. Eine praktische Tätigkeit von mindestens drei Monaten in einem einschlägigen Berufszweig, die vor der Eignungsprüfung abgeleistet sein sollte. Das gilt für Kandidaten, die keine abgeschlossene handwerkliche oder künstlerische Ausbildung haben. (Prof. Pitz befürwortet eher längere Praktika von bis zu sechs Monaten.) Ausnahmsweise können Teile dieser praktischen Tätigkeit nach Studienbeginn in der unterrichtsfreien Zeit bis zum dritten Semester abgeleistet werden. Bei Studienbewerbern, die bereits vier Semester an einer Hochschule für bildende Künste im Geltungsbereich des Grundgesetzes erfolgreich studiert haben, kann die vorausgesetzte praktische Tätigkeit ermäßigt werden. Im Einzellfall gibt das Sekretariat der Akademie Auskunft sekretariat@adbk.mhn.de .
d. Ausgeprägte künstlerisch-kreative Begabung und Eignung in der gewählten Fachrichtung, nachzuweisen in einer Eignungsprüfung.
e. Für Ausländer gelten die gleichen Aufnahmebedingungen. Sie müssen für ein Studium an der Akademie über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.
f. Gaststudium der Freien Kunst, Der Gaststudierende bedarf grundsätzlich derselben Qualifikationen wie die ordentlichen Studierenden. Das Gaststudium ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr beträgt derzeit Euro 80.- je Semester und ist bei der Einschreibung zu bezahlen. Achtung! Hier könnten sich die Bedingungen demnächst ändern.
g. Zweitstudium der Freien Kunst: sofern ein Studium an der Akademie als zweites oder weiteres Studium nach einem in der Bundesrepublik Deutschland bereits abgeschlossenen Hochschulstudium aufgenommen wird, müssen entsprechend dem Bayerischen Hochschulgesetz vom 1.8.1998 Gebühren erhoben werden. Der Studienbeitrag beträgt dann € 500.- plus Verwaltungsgebühren je Semester und müssen vor der Einschreibung bezahlt werden. Als Zweitstudium im Sinne des Bayerischen Hochschulgesetzes gilt nicht ein Zusatz-, Ergänzungs- und Aufbaustudium sowie ein Studium, das aufbauend auf dem Erwerb des Bakkalaureusgrades zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluß führt. Die Höhe der Studiengebühr wird, wie die Festlegung der Ausnahmefälle, in denen von der Erhebung einer Gebühr abgesehen werden kann, durch eine noch zu erlassende Rechtsverordnung bestimmt werden.